In Tokios Geschäftsviertel Ginza

Ginza ist das Hauptgeschäfts- und Vergnügungsviertel im Stadtbezirk Chuo. Die namhaftesten Edel-Kaufhäuser Wako (das mit der Uhr) und Mitsukoshi haben ihren Sitz an der Kreuzung Chuo-dori und Harumi-dori. Am Wochenende wird die Chuo-dori für den Autoverkehr gesperrt und gehört allein den Fußgängern und Radfahrern, von denen es sogar erstaunlich viele in Tokio gibt. Auch wenn das nicht ungefährlich ist, denn sie stehen eher am unteren Ende der „Fortbewegungskette“. Die U-Bahn-Linie Ginza, die ihren Namen dem Stadtteil verdankt, ist die älteste U-Bahn in Tokio.

1612, während der Edo-Zeit, wurde hier eine Silbermünzstätte gegründet. Daher leitet sich auch der Name des Stadtteils ab: Gin = Silber und Za = Ort, Lager. Ginza ist einer der ersten Stadtteile, der dem Meer abgerungen wurde. 1872 brannte Ginza völlig nieder und wurde wieder komplett neu aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit wurde die Straße von gut 12 auf 27 Meter verbreitert und entlang der Bürgersteige mit seinen typischen Gaslaternen zweigeschossige Ziegelhäuser mit vorgesetzten Balkonen errichtet. So entstand nach dem Vorbild von Paris und London die erste Flaniermeile Japan’s. Heute steht der Begriff Ginza für Einkaufsstraße, so dass es nun Ginzas in ganz Japan gibt. Ginza gilt als chic, Ginza ist ein Label an sich. Und Ginza ist alles andere als billig.

Kabuki-Theater

Das Kabuki-Theater in Ginza

Neben den zahlreichen Geschäften gibt es auch Kultur in Ginza. Hier befindet sich das traditionsreiche Kabuki-Theater. Beim Kabuki spielen in der Regel nur Männer die traditionellen Stücke aufgeführt. Die Vorführung können gut und gerne vier bis fünf Stunden dauern. Da das nicht jedermanns Sache ist (meine auch nicht), gibt es das Makumi-Ticket für rund 1.000 Yen (= 8,50 Euro). Mit diesem kann man zwar nicht das ganze Stück, aber immerhin einen Akt sehen.

Werbeplakat für Kabuki-Theater

Tsukiji Fischmarkt

In Laufdistanz zum Kabuki-Theater liegt der weltbekannte Tsukiji-Fischmarkt. Er ist der größte Fischmarkt der Welt. Täglich werden 2.500 Tonnen Meeresfrüchte umgeschlagen, 450 verschiedene Sorten. Allmorgendlich um 5 Uhr werden die gefrorenen großen Thunfische für die Auktion aufgereiht. Dieser Teil ist mittlerweile für Touristen nicht mehr zugänglich, da sich die Händler von den Touristenmassen bei der Ausübung ihrer Geschäfte gestört fühlten.

Auf dem Tsukiji Fischmarkt

Deshalb sind nur noch die Außenbereiche des Fischmarkts für Touristen zugänglich. Aber auch das ist sehr sehenswert. Hier gibt es ebenfalls alle erdenklichen Arten von Meeresgetier im Angebot. Es geht aber ziemlich eng zu, wenn sich tausende von Touristen zusammen mit einkaufenden Tokiotern durch die schmalen Gassen und Gänge schieben. Stehen bleiben, um ein Foto zu schießen oder gar ein Video zu drehen ist sehr gewagt. Dafür kann man überall kleine Snacks, frischen Fisch oder zubereiteten Fisch in alle Variationen probieren. Das ist ein wahres Festmahl. Und jetzt lasse ich einfach die Bilder für sich sprechen.

Auf dem Tsukiji Fischmarkt
Auf dem Tsukiji Fischmarkt
Auf dem Tsukiji Fischmarkt
Auf dem Tsukiji Fischmarkt
Auf dem Tsukiji Fischmarkt

Wie ein Thunfisch portioniert wird, seht ihr auf meinem YouTube Kanal.