Malta – very british

Anreise nach Malta

Mit einer Stunde Verspätung landen wir auf Malta. Für das Taxi, das uns zum Hilton Hotel nach St. Julians bringt, können wir bereits im Flughafen ein Ticket kaufen, sodass kaum 15 Minuten vergehen, bis wir unser Hotel erreichen. Geschafft fallen wir nur noch ins Bett.

Valletta

Am nächsten Morgen nach einem sehr guten Frühstück erkunde ich erstmal die nähere Umgebung und finde auch einen Supermarkt, indem ich ein paar Getränke und Snacks für zwischendurch kaufe. Auch nach unserem Hotel für die letzten beiden Nächte, das Juliani in der Bucht St. Julians, halte ich Ausschau. Doch ich finde es zunächst nicht.

Bucht von St. Julians auf Malta
Bucht von St. Julians auf Malta

Später nehme ich einen Bus (0,20 MTL) und die Fähre Sliema-Valletta (0,40 MTL) nach Valletta. Auf der Fahrt durch die Randbezirke der Inselhauptstadt erhalte ich einen ersten Überblick über die Insel mit ihren unzähligen Buchten und der typischen Bebauung. Vom Fähranleger in Slima habe ich einen tollen Blick auf Valletta mit seiner Stadtmauer und der St. John‘s Ko-Kathedrale.

Blick von Sliema nach Valletta mit St. Johns Co-Kathedrale
Blick von Sliema nach Valletta mit St. Johns Co-Kathedrale

Auszüge aus der Geschichte und Geographie Vallettas

Die Geschichte der Hauptstadt Maltas ist eng mit dem Malteserorden verbunden. Dieser residierte seit 1530 auf Malta und verlieh der Stadt ihren einzigartigen Charakter. Mit mehr als 320 Gebäude und Baudenkmäler auf kleinstem Raum ist Valletta einer der historisch konzentriertesten Orte der Welt. Deshalb erklärte die UNESCO im Jahr 1980 Valletta zum Weltkulturerbe.

Valletta befindet sich auf der Landzunge Monte Sciberras zwischen den beiden Naturhäfen Marsamxett Harbour und Grand Harbour. Das Stadtgebiet Vallettas umfasst lediglich die historische Altstadt. Damit zählt die Stadt zu den kleinsten der insgesamt 29 Städte Maltas. Jedoch lebt hier mit rund 300.000 Einwohnern fast die Hälfte der Landesbevölkerung. Mit mehr als 6.700 Einwohnern pro Quadratmeter weist Valletta die höchste Bevölkerungsdichte aller europäischen Hauptstädte auf.

St. John‘s Ko-Kathedrale

In Valletta lohnt auf jeden Fall der Besuch der St. John‘s Ko-Kathedrale, deren strenges und eher schlichtes Äußere in starkem Kontrast zum prunkvollen Inneren steht. Die Malteser errichteten die Kathedrale im späten 16. Jahrhundert. Während der Bau nur vier Jahre dauerte, benötigte die vollständige Ausstattung der Innenräume über 100 Jahre.

Im reich verzierten Inneren der St. Johns Co-Kathedrale
Im reich verzierten Inneren der St. Johns Co-Kathedrale

Sie wird als Ko-Kathedrale bezeichnet, da sie als zweiter Sitz des Erzbischofs von Malta neben der Kathedrale St. Paul in Mdina dient.

Im reich verzierten Hauptschiff der St. Johns Co-Kathedrale in Valletta
Im reich verzierten Hauptschiff der St. Johns Co-Kathedrale in Valletta

Auch die Lower und Upper Barrac Gardens sind sehenswert, da man von hier aus einen herrlichen Rundblick auf den Grand Harbour hat.

Grand Harbour

Der Grand Harbour diente bereits den Phöniziern, Puniern, Römern, Byzantinern, Arabern und Spaniern als Ankerplatz. Er liegt in einer weit verzweigten Bucht, die sich bis zu drei Kilometer in die Nordküste der Insel schneidet.

Grand Harbour in Valletta
Grand Harbour in Valletta

Mit der Eröffnung des Suez-Kanals im Jahre 1869 stieg Vallettas Bedeutung als Hafenstadt zunehmend. Heute trägt die ständig zunehmende Kreuzfahrtindustrie einen wesentlichen Anteil an Maltas Tourismussektor. Im Jahr 2015 kamen bereits 600.000 Passagiere per Schiff nach Valletta.

Altstadtgässchen und historische Gebäude

Alte Markthalle in Valletta
Alte Markthalle in Valletta

Die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten führen fast immer durch enge, steil an- oder absteigende Gässchen, zwischen mittelalterlichen Gebäuden hindurch, dass man sich direkt in eine hunderte von Jahren zurückliegende Zeit versetzt fühlt. Gelegentlich meine ich, Pferdegetrappel auf dem Kopfsteinpflaster und Marktschreier zu hören. Aber da spielt mir wohl nur meine Vorstellungskraft einen kleinen Streich.

Auberge de Castille

Der Malteserorden gliederte sich früher in verschiedene Nationalitäten, sogenannte Zungen (langues). Jede einzelne dieser historischen Zungen besaß eine eigene Herberge, das heißt einen eigenen Palast. Diese Auberges wurden allesamt in den 1570er-Jahren entworfen.

Die Auberge de Castille et Léon ist die am besten erhaltene Herberge. Heute dient das Gebäude als Sitz des Premierministers.

Auberge de Castille in Valletta
Auberge de Castille in Valletta

Überall im alten Zentrum laden kleine Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Die Preise sind teilweise niedrig, oft aber auch auf deutschem Niveau. Mitunter sind die Restaurants auch in den alten Gemäuern der Kolonialhäuser untergebracht, was der Atmosphäre zusätzlich Leben einhaucht.

Unsere besuchten Ziele in Valletta im Überblick