Oh mein Gott – ein Erdbeben!

Oh mein Gott, ein Erdbeben! Tatsächlich. An meinem zweiten Tag fängt das Bett gegen 6 Uhr morgens an zu wackeln. Ich habe es bemerkt, weil wegen des Jetlags nicht gut schlafe und häufig aufwache. Es ist ein bisschen unheimlich. Aber es passiert nichts. Das Geschirr bleibt in den Schränken, die Bilder an den Wänden und vor allem ich hundemüde im Bett liegen.

Damit hätte ich auch schon zum ersten Mal mein Gesicht verloren. Denn bei einem Erdbeben soll man sich ein Kissen schnappen und irgendwo unter einem Tisch vor eventuell herabfallenden Gegenständen schützen. Nun ja, das war Gott sei Dank nicht nötig. Auch wenn die Bildzeitung innerhalb kürzester Zeit eine riesen Schlagzeile daraus machte mit einem Foto von Fukushima aus 2011, auf dem auch noch ein Schild mit der Aufschrift „Evacuate immediately“ (Sofort evakuieren) zu sehen war.

In Tokyo war es halb so schlimm. Das Beben hatte hier nur eine Stärke von etwa 4,3 auf der nach oben offenen Richterskala. Im Epizentrum, dass rund 300 Kilometer nördlich vor der Küste Fukushimas in rund 10 Kilometern Tiefe lag, betrug die Stärke immerhin 7,4. Soweit ich weiß, wurden in ganz Japan auf Grund des Bebens lediglich zwei Personen leicht verletzt.

Ich kann für mich auf jeden Fall Entwarnung geben. Mir ist nichts passiert. Es geht mir gut. Und ich gehe nach dem Frühstück gleich ins Büro.