Prag

Es war unser erster Besuch in Prag, Tschechiens Hauptstadt. Drei Tage hatten wir uns für den Besuch freigenommen. Unsere Unterkunft war gerade zehn Minuten Fußweg von der Altstadt entfernt. Restaurants und Kneipen gab es wie Sand am Meer.

Altstadt und Karlsbrücke

Unsere erste Sightseeingtour führte zur Karlsbrücke, wo wir den Altstädter Brückenturm bestiegen. Mehr als 140 Stufen sind in dem engen Gemäuer zu erklimmen, bevor man einen sensationellen Blick über die Moldau hinüber zum Hradzin mit der Burg und dem St.-Veits-Dom hat. Auf der anderen Seite reicht der Blick bis zum Pulverturm sowie zum Rathausplatz mit der Teinkirche. Die Karlsbrücke selbst ist mit ihren unzähligen Figuren, die alle ein bisschen über die Geschichte Prags erzählen, natürlich ein absolutes Muss.

Altstadt mit Rathaus und Teinkirche
Altstadt mit Rathaus
und Teinkirche

Prager Kleinseite

Auf der anderen Seite der Moldau kann ein dem Altstädter Brückenturm sehr ähnlicher Turm bestiegen werden. Wir ließen den Turm allerdings ohne Aufstieg hinter uns setzten unseren Weg durch die Kleinseite (Mala Strana) mit ihren schmalen Gässchen und Winkeln hinauf zur Prager Burg fort. Von der Karlsbrücke aus sieht man die Burg und den Dom nur im Panoramaformat, da wirkt alles verhältnismäßig klein. Doch auf dem Weg zum Hradzin taucht plötzlich trutzig und mächtig die Burg auf. Von der tatsächlichen Größe der Burg und den umliegenden Gebäuden überrascht. Um in den St.-Veits-Dom zu kommen, mussten wir leider mehr als eine Stunde warten.

Blick von der Karlsbrücke zur Prager Burg
Blick von der Karlsbrücke zur Prager Burg

Aber es hat sich gelohnt. Insbesondere die Farbenpracht und Darstellungen der bleigefassten Fenstermalereien sind ein Highlight. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit, bis aufs Dach des Doms zu steigen, wo sich ein herrliches Panorama von Prag unterhalb des Hradzin ausbreitet. Prag liegt einem förmlich zu Füßen. Glück hatten wir auch mit dem Wetter – regnete es noch während des Aufstiegs zur Burg und des Wartens, so schien jetzt die Sonne über Prag und der Moldau. Den Eintritt für das …-Gässchen erschien uns für den Gegenwert mehr als zu hoch, sodass wir den Besuch des Gässchen kurzerhand ausfielen ließen. Stattdessen haben wir uns im Kloster Maria-haste-nich-gesehen umgeschaut, bevor wir wieder hinunter in die Gassen der Mala Strana gingen. Abends gab es im ältesten Brauhaus der Stadt typisch böhmische Küche mit einem dazugehörigen Bier. Beides war fantastisch und preiswert.

Prager Kleinseite
Prager Kleinseite