Chiang Mai (Teil 2)

Nun sind wir zum zweiten Mal auf unserer Reise in Chiang Mai.

Royal Flora Ratchaphruek (14. November 2006)

Die Royal Flora Ratchaphruek öffnet extra für uns ins diesem Jahr ihre Pforten. Leider nicht ganz: Anlass der internationalen Gartenschau ist das 60. Thronjubiläum König Bhumibols Adulyadej (Rama IX). Auf einem Gelände von 80 Hektar können die Besucher Tausende von Baumarten und Blumen bewundern. Der Park ist nach der thailändischen Nationalblüte Ratchaphruek (Cassia Fistel oder goldener Duschbaum) mit seiner schönen gelben Blüte benannt. Eines der Highlights des Parks ist der Orchideen-Pavillon mit zahlreichen Orchideenarten in vielen Farben.

Orchideen in allen erdenklichen Farben auf der internationalen Gartenschau Royal Flora Ratchaphruek in Chiang Mai
Orchideen in allen erdenklichen Farben auf der internationalen Gartenschau Royal Flora Ratchaphruek in Chiang Mai

Weitere Highlights sind Ausstellungen, Teiche mit Lotus-Blumen und der Ho Kham Royal Pavillon in der Mitte des Parks.

Auf der internationalen Gartenschau Royal Flora Ratchaphruek in Chiang Mai
Auf der internationalen Gartenschau Royal Flora Ratchaphruek in Chiang Mai

Der Ho Kham, die „vergoldete Halle“, ist ein wunderschönes Teakholzgebäude in traditioneller Lanna-Architektur mit einem mehrstufigen Dach und goldenen Chofahs, die die Dächer verzieren.
Insgesamt sind wir schon ein wenig enttäuscht. Gerade von dem Orchideen-Pavillon erwarten wir uns deutlich mehr. Denn Thailand gilt ja als DAS Land der Orchideen. Dafür sind es eigentlich zu wenige verschiedenen Arten.

Elefanten hautnah im Elephant Conservation Center in der Nähe von Lampang (15. November 2006)

Ein Ausflug, den man auf jeden Fall unternehmen sollte, ist der Besuch des Thai Elephant Conservation Centers in der Nähe von Lampang. Es fahren von Chiang Rai Busse in diese Richtung, einfacher ist es natürlich mit einem eigenen Fahrzeug.

Auge in Auge mit einem Elefanten im Elephant Conservation Center in der Nähe von Lampang
Auge in Auge mit einem Elefanten im Elephant Conservation Center in der Nähe von Lampang

Am besten plant man den Besuch als ersten Stopp des Tages ein, damit man gegen 9.30 Uhr den Elefanten beim morgendlichen Bad zusehen kann.

Morgendliches Bad der Elefanten
Morgendliches Bad der Elefanten

Zudem ist es um diese Zeit noch nicht ganz so heiß. Nach dem Bad werden die Elefanten von ihren Mahuts zu einer kleinen Arena geführt, in der sie zum einen typische Situationen aus dem Alltag eines Arbeitselefanten nachahmen (zum Beispiel das Ziehen schwerer Baumstämme aus dem Urwald) und zum anderen kleine Kunststücke vorführen. Letzteres muss meiner Meinung nach nicht sein, aber vermutlich erhalten sonst die Elefantencamps nicht so viel Zuspruch und damit Einnahmen durch die Touristen. Am eindrucksvollsten war allerdings die Nähe zu den Elefanten. Streicheln der Tiere war kein Problem, Füttern natürlich noch weniger. Selbst ein- oder mehrtägige Aufenthalte im Camp sowie eine Ausbildung als Mahut sind machbar, wie wir von einer Engländerin erfahren. Sie verbringt drei Tage im Camp, um hautnah mit den Tieren zu arbeiten.

Elefanten hautnah in einem Camp in der Nähe von Lampang
Elefanten hautnah in einem Camp in der Nähe von Lampang

Lampang (ลำปาง)

Wat Phra That Lampang Luang (วัดพระธาตุลำปางหลวง)

Der Wat Phra That Lampang Luang ist einer der am meisten verehrten Tempel in Thailand. Nach einer Legende besuchte Buddha vor etwa 2500 Jahren den Ort und spendete ein Haar, das jetzt im großen Chedi des Tempels als Reliquie untergebracht ist.

Der Tempel ist eines der besten Beispiele des Lanna-Stils in Thailand. Seine Viharns, die von allen Seiten offen sind, sind typisch für den frühen Lanna-Stil. Während einige Tempel restauriert wurden, ist der Wat Phra That Lampang Luang in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Der Tempel wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Der Tempel steht auf einem Erdhügel und ist von hohen Backsteinmauern umgeben.

Der Wat Phra That Lampang Luang Tempel ist von hohen Backsteinmauern umgeben
Der Wat Phra That Lampang Luang Tempel ist von hohen Backsteinmauern umgeben

Der Viharn Luang, ein großes, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbautes Gebäude mit einem dreistöckigen Dach ist von allen Seiten offen, was für den frühen Lanna-Stil charakteristisch ist. Eine Vielzahl riesiger Betonpfeiler, die die ursprünglichen Teakholzsäulen ersetzen, tragen die Konstruktion. Den Holzgiebel der vorderen Fassade verzieren Thewada-Figuren.

Der Viharn des Wat Phra That Lampang Luang Tempels
Der Viharn des Wat Phra That Lampang Luang Tempels

Die Wände des Viharns enthalten wunderschöne Wandbilder, die die Jataka-Geschichten über das vorherige Leben Buddhas darstellen.

Wandmalereien im Wat Phra That Lampang Luang Tempel
Wandmalereien im Wat Phra That Lampang Luang Tempel

Nachtmarkt in Chaing Mai

Auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai
Auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai

Doi Inthanon Nationalpark (16. November 2006)

Der Doi Inthanon Nationalpark liegt etwa 60 Kilometer südlich von Chiang Mai. Hier findet sich auch Thailands höchster Gipfel, der 2.565 Meter hohe Doi Inthanon.

Der Doi Inthanon ist Thailands höchster Berg
Der Doi Inthanon ist Thailands höchster Berg

Der Nationalpark bietet, auch auf Grund der Höhenunterschiede, eine reichhaltige Flora und Fauna sowie schöne Landschaften mit vielen Bächen und Wasserfällen. Aus diesem Gebiet speisen sich auch die Flüsse Ping, Mae Klang und Mae Pakong. Seit Mitte der 1960er Jahre erzeugt zudem die Bhumibol-Talsperre Energie aus Wasserkraft.

Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark
Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark

Der Doi Inthanon erhielt seinen Namen nach dem letzten Herrscher von Chiang Mai, König Inthawichayon, der Ende des 19. Jahrhunderts starb. Dieser beschäftigte sich mit dem Erhalt der Wälder in Nordthailand und erkannte früh die Bedeutung der Wälder als Wasserspeicher.

Mittlerweile sind einzelne Teile des Nationalparks bereits entwaldet, da die Bergvölker für die landwirtschaftliche Nutzung entsprechende Flächen roden.

In der Gipfelregion, die die meiste Zeit vom Nebel eingehüllt und wo der Niederschlag am höchsten ist, gibt es immergrüne Wälder, Farne, Lianen, Moose und Rhododendren.

So wie bereits die Wälder unter der Besiedlung durch die Bergvölker leiden, sind auch die Wildtierbestände rückläufig. Mit ein wenig Glück lassen sich immer noch Hirsche, Gibbons und Makaken hören und beobachten. Außerdem ist der Doi Inthanon Nationalpark eine der besten Orte in Thailand, um Vögel zu beobachten. Mehr als 360 Arten sind hier zu Hause, davon einige ausschließlich hier.

Vachirathan Wasserfall

Der Vachirathan-Wasserfall ist vor allem in der Regenzeit ein toller Anblick. Ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz führt direkt an einen Aussichtspunkt.

Der Vachirathan-Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark
Der Vachirathan-Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark

Auf Grund der Höhe des Parks herrscht hier ein viel kühleres und feuchteres Klima als in Chiang Mai. Die unteren Teile des Parks sind der Trockenzeit, die von November bis April dauert, warm und trocken. In der Nähe des Gipfels ist das Wetter das ganze Jahr über kühl und während der Wintermonate können die Temperaturen sogar unter null Grad Celsius fallen.

Mit dem Besuch im Doi Inthanon Nationalpark schließen wir unseren Besuch in Chiang Mai ab. Nicht ohne abends noch einmal auf dem Nachtmarkt zu essen.