Im Tal von Viñales

Das Tal von Viñales in der Provinz Pinar del Rio ist das größte und auch bekannteste Tabakanbaugebiet Kubas. Hier werden all die unterschiedlichen Sorten Tabak angebaut, die in den Zigarrenfabriken zu Monte Cristo, Romeo y Julieta, Upmann, Partagas und natürlich Cohiba verarbeitet werden. Die Landschaft des Tals ist sehr reizvoll durch die „Los Mogotes“, einzigartige Karstfelsen, die durch Erosion teils bizarre Formen annehmen.

Los Mogotes im Tal von Viñales

Die Fahrt von Havanna ins Tal von Viñales dauert etwas 2,5 Stunden und führt über die Nationalautobahn etwa 140 km, dann über kleine, kurvige Strassen bis nach Viñales. Am Hotel „Los Jazmines“ legen wir einen Zwischenstopp ein, um hier die wunderschöne Aussicht auf die Karstfelsen (die „Mogotes“) zu genießen.

Höhle Cueva del Indio im Tal von Viñales
Höhle Cueva del Indio im Tal von Viñales

Anschließend fahren wir weiter bis zur „Cueva del Indio“, einer Höhle mit einem unterirdischen See. Der Eingang der Höhle liegt etwas erhöht, danach geht es wieder runter. Das Innere der Höhle ist künstlich beleuchtet. Ein paar schöne Gesteinsformationen sind zu sehen, irgendwann müssen wir gebückt durch einen schmalen Durchgang. Dahinter warten die kleinen Motorboote auf uns, mit denen wir auf dem unterirdischen See herum- und schließlich aus der Höhle herausfahren. Draußen gibt es wieder die üblichen Verkaufsstände und nach Seife oder Kugelschreibern bettelnde Leute.

Mural de la Praehistoria

Mural de la Prehistoria im Tal von Viñales
Mural de la Prehistoria im Tal von Viñales

Doch für uns geht es zum Mittagessen zum „Restaurante Mural de la Prehistoria“. Es liegt direkt unterhalb einer steil aufragenden Feldwand, an der ein kubanischer Maler mit grellen Farben versucht hat, Evolutionsgeschichte in Form von Schlangen, Dinosauriern und Seeungeheuern darzustellen. Doch für mich ist da leider nicht allzu viel zu erkennen; man hätte die Felswand lieber so lassen sollen wie sie war. Dafür entschädigt das Essen umso mehr. Es gibt Gemüse, Fleisch, in Knoblauchbutter geschwenkte Kartoffeln sowie einen Obstteller. Alles ist reichlich bemessen. Nach dem Essen machen wir uns auf de Weg nach Pinar del Rio, der gleichnamigen Provinzhauptstadt. In der Stadt lohnt sich allenthalben ein Spaziergang über die Hauptstraße. Diese säumen säulengestützten Häusern, deren Arkaden etwas kühlen Schatten spenden. Auch hier werden wir wieder mit dem bereits bekannten „Savon, Savon“ um Seife angebettelt. Die Rückfahrt nach Havanna verläuft sehr ruhig, alle sind müde, uns eingeschlossen.

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