Tokio

Tokio (東京), Hauptstadt Japans, gilt (noch) als die bevölkerungsreichste Metropole der Welt. Obwohl die Stadt Tokio selbst „nur“ rund 9 Millionen Einwohner zählt, leben im Großraum Tokio, der auch die Millionenstädte Yokohama und Kawasaki umfasst, etwa 38 Millionen Menschen. Aber den Titel der größten Metropole der Welt wird Tokio in Zukunft wahrscheinlich an – wer hätte es gedacht – China abtreten müssen. Die dortige Regierung plant den Zusammenschluss der Städte Peking, Tianjin und Hebei zu einer Megametropole mit 130 Millionen Einwohnern. Diese wird dann mehr als doppelt so groß wie Bayern sein.

23 Bezirke

Die Stadt gliedert sich in 23 Bezirke. Die bekanntesten sind sicherlich Shibuya, Shinjuku und Chiyoda. Ich selbst wohne während meiner Zeit in Tokio im Bezirk Minato, genauer gesagt im Stadtteil Aoyama, der sowohl an Shibuya als auch an Shinjuku grenzt. Hier befinden sich unter anderem der Tokyo Tower, das für sein Nachtleben bekannte Viertel Roppongi, das auf einer aufgeschütteten Insel liegende Odaiba und der Zojo-ji Schrein, der die Gräber von 6 Tokugawa-Shogunen beherbergt.

Wirtschafts-, Verwaltungs-, Handels- und Kulturzentrum

Tokio ist heute das Industrie-, Handels-, Bildungs- und Kulturzentrum Japans mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Mit den Flughäfen Narita und Haneda und als Ausgangspunkt der meisten Shinkansen-Linien ist es auch das Verkehrszentrum des Landes. Der Finanzplatz Tokio ist nicht nur der größte Japans, sondern zählt neben London, New York und Hongkong auch zu den fünf größten der Welt. Neben modernen Sehenswürdigkeiten wie dem Tokyo Tower oder Tokyo Skytree bietet sie auch historische Anlagen wie die Kaiserlichen Gärten in Chiyoda, den Ueno-Park oder den Asakusa-Kannon-Tempel. In den vergangenen Jahren wurde Tokio zu einem zunehmend beliebten Tourismusziel und befindet sich mit jährlich bis zu acht Millionen Besuchern aus dem Ausland unter den 20 meistbesuchten Städten.

Wetter

Aktuell ist das Wetter einfach nur als traumhaft zu beschreiben. Seit Tagen scheint die Sonne fast ohne Unterlass, während es mit durchschnittlich 13 bis 17 Grad eher spätsommerlich warm denn winterlich ist. So gesehen ist es eine gute Wahl gewesen, in dieser Jahreszeit nach Tokio zu gehen als daheim im trüben Nasskalt zu bleiben.

Es hat lediglich am Donnerstag, 25. November, tagsüber geschneit, was in dieser Jahreszeit so ungewöhnlich ist, dass direkt weltweit darüber berichtet wurde und ich auch von vielen Freunden und Bekannten zu „weißen Weihnachten“ beglückwünscht wurde. Dabei war es das erste Mal in 54 Jahren, dass es so früh im Herbst Schnee in Tokio gab. Üblicherweise beginnt der Winter hier erst im Januar. Aber auch dann ist es eher trocken und kalt. Niederschlag ist selten, da das Wetter in der Regel aus westlicher Richtung auf die an der Küste liegenden Bergketten prallt und sich dort abregnet bzw. schneit.

Meine besuchten Ziele in Tokio