Trinidad – UNESCO Weltkulturerbe

Ein letzter Fotostopp in Havanna

Bevor die eigentliche Tour nach Trinidad beginnt, machen wir noch einen Abstecher in die Innenstadt, um Zigarren zu kaufen und uns das Capitol anzusehen. Die Zigarrenfabrik befindet sich direkt gegenüber des „Museo de la Revolucion“ in der Nähe des „Plaza 13 de Marzo“. Früher wurden hier nur Zigarren der Marke „Partagas“ hergestellt. Doch nachdem alle Zigarrenfabriken verstaatlicht wurden, kann jede Marke in jeder Fabrik hergestellt werden. Nach dem Kauf einiger Zigarren fahren wir zum „Capitolio Nacional“, einer originalgetreuen Kopie des berühmten Capitols in Washington. Die damaligen Regierungsmitglieder wollten durch den Bau der Kopie so ihre Verbundenheit mit den Vereinigten Staaten ausdrücken. Doch das war noch lange vor der Revolution. Nach einem kurzen Fotostopp hier geht es in Richtung Südosten aus der Stadt.

Zigarrenverkauf in Havanna
Zigarrenverkauf in Havanna

Halbinsel Zapata

Über die Autobahn geht es ca. 130 km, bevor wir rechts raus fahren und von einem hölzernen Torbogen mit der Aufschrift „Peninsula Zapata“ begrüßt werden. Danach folgt rechts und links der kleinen Straße sich bis zum Horizont ausdehnende Sumpflandschaft. Auf halbem Weg zur Krokodilfarm halten wir am Restaurant „Pio Cuá“ zum Essen. Danach ist es nur noch ein kurzes Stück Fahrt bis zur Farm. Die Krokodile werden dort gezüchtet, um sie in den umliegenden Sümpfen auszusetzen und erfreulicherweise nicht, um sie „weiterzuverarbeiten“. Auf dem riesigen Parkplatz stehen nur wenige Fahrzeuge und die Mittagssonne brennt unerbittlich. Nach einem fünfzehnminütigen Spaziergang haben wir alles gesehen und fahren weiter in Richtung Trinidad über Cienfuegos.

Krokodil auf einer Farm auf der Halbinsel Zapata
Krokodil auf einer Farm auf der Halbinsel Zapata

Ankunft in Trinidad und am Playa de Ancon

Gegen sechs Uhr abends erreichen wir Trinidad. Unser Hotel „Ancon“ liegt außerhalb Trinidads, auf der gleichnamigen kleinen Halbinsel. Das Hotel ist ein aus sowjetischen Zeiten übrig gebliebener, in bunten Farben gestrichener Betonklotz. Nachdem wir unser kleines, warmes Zimmer bezogen haben, gehen wir schnell an den Strand, um im warmen karibischen Wasser den Sonnenuntergang zu genießen. Ein anstrengender langer Tag endet mit einer traumhaften Stimmung vor ebensolcher Kulisse.

Playa Ancon in Trinidad
Playa Ancon in Trinidad

Ein Stadtrundgang in Trinidad

Den ganzen Vormittag verbringen wir in Trinidad. Sie ist die einzige Stadt auf Kuba, deren in Kolonialzeiten erbautes Zentrum unverändert bis zum heutigen Tage erhalten geblieben ist. Deshalb wurde die Stadt vor einigen Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die kolonialen Häuser sind teilweise schön renoviert. Kleine Straßen mit dem von den Spaniern per Schiff hergebrachten Kopfsteinpflaster durchziehen den Ortskern.

Oldtimer in Trinidad
Oldtimer in Trinidad

Unser Weg führt uns zunächst ins „Museo Historico Municipal“, ein Haus eines ehemaligen Zuckerbarons. Das Museum zeigt Stücke aus der damaligen Zeit und informiert über auch über die Sklavenhandelsrouten von Westafrika nach Kuba. Die Sklaven arbeiteten auf den Zuckerrohrplantagen und -mühlen. Das Haus selbst besitzt einen vier- oder fünfstöckigen Turm, zu dessen Aussichtsplattform sich eine schmale, steile Treppe mit ungewohnt hohen Stufen hinaufschlängelt. Von hier oben hat man eine sehr gute Sicht auf die gesamte Stadt; im Süden und Südwesten schimmert das Meer, von Norden begrenzen die Ausläufer der „Sierra del Escambray“ die Sicht.

Auf dem Markt in Trinidad

Anschließend bummeln wir über den kleinen Markt, auf dem Händler allerlei Selbstgebasteltes und Gehäkeltes verkaufwn. Das das Gehäkelte in Deutschland der letzte Schrei sein wird, erfahren wir erst, als wir wieder zu Hause sind. Sonst hätten wir das mit dem Mitbringsel vielleicht doch noch anders überlegt. Manche Sachen sind einfach nur Kitsch, andere wiederum sehen wirklich schön aus wie zum Beispiel einige handgeschnitzte Holzfiguren.

Markt in Trinidad
Markt in Trinidad

Die Einfachheit des kubanischen Alltags prägen das Straßenbild. Eselskarren und Oldtimer gehören wie selbstverständlich dazu.

Straßenbild in Trinidad
Straßenbild in Trinidad

Aber auch das geruhsame Leben, an dem es uns in unserer hektischen Welt so oft fehlt, zeigt sich in Trinidad.

Alter Mann in Trinidad
Alter Mann in Trinidad

Mittag gibt es im „Plaza Mayor“, einem Eckrestaurant mitten in der Altstadt von Trinidad. Das Essen ist gut und die musikalische Begleitung ist absolute Weltklasse. Gut gestärkt und ein wenig schläfrig gehen wir zum Bus zurück und lassen uns im Schlaf nach Camaguey schaukeln.

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