Weiterreise nach Khao Lak เขาหลัก

Das erste Taxi müssen wir leider ziehen lassen, da es uns und unser Gepäck nicht bewältigt. Das zweite, immerhin ein Van, wird von einer Frau gesteuert. Und so souverän und defensiv, dass es eine Freude ist. Zudem ist sie auch auskunftsfreudiger als alle anderen bisher getroffenen Thais, sodass wir eine gute Unterhaltung bis zum Suvarnabhumi Airport führen. Schnell checken wir ein und werden unsere Koffer los. Danach wird es eher langweilig. Hier geht es immer ruhig und ohne lange Schlangen voran, egal wie viele Leute fliegen wollen. Schon erstaunlich.

Am Suvarnabhumi Airport in Bangkok
Am Suvarnabhumi Airport in Bangkok

Der Flug dauert nur knapp anderthalb Stunden, so dass es gerade für einen kleinen Snack reicht. Am Flughafen Phuket warten bereits die Leute vom Centara Seaview Khao Lak Hotel auf uns. Alles klappt reibungslos. Unterwegs wird uns schon deutlich, was Regenzeit bedeutet: es regnet mal mehr, mal weniger stark. Aber durchgehend.

Khao Lak (เขาหลัก)

Hauptstraße am Nang Thong Beach in Khao Lak
Hauptstraße am Nang Thong Beach in Khao Lak

Khao Lak ist ein wahres Urlaubsparadies im Süden Thailands. Dabei ist Khao Lak nicht ein einziger Ort, sondern vielmehr eine etwa 20 Kilometer lange Region in der Provinz Phang Nga zwischen Ranong und Phuket. Die Anreise erfolgt zumeist über den Flughafen Phuket, wohin es mittlerweile Direktflüge von Deutschland aus gibt. Der Transfer von Phuket nach Khao Lak dauert etwa anderthalb Stunden.

Khao Lak kann am einfachsten über die Strände erschlossen werden:

  • Nord-Khao Lak:
    • Bang Sak Beach
    • Pak Weeb Beach
    • Pakarang Beach
    • Khuk Khak Beach
  • Zentral-Khao Lak:
    • Bang Niang Beach
    • Nang Thong Beach
    • Sunset Beach
  • Südliches Khao Lak:
    • South Beach

Die Strände, obwohl nur wenige Kilometer voneinander entfernt, sind relativ unterschiedlich: Wasser, Wellen, Sand, Muscheln, Krebse, Strand, Strandbreite und Natur sind häufig doch spürbar anders. Allen gemeinsam ist, dass das Meer in der Regel sehr flach abfällt, wodurch sich bei Ebbe das Meer schon mal 10 bis 15 Meter zurückzieht.

Am Nang Thong Beach in Khao Lak
Am Nang Thong Beach in Khao Lak

Traurige Berühmtheit erlangte Khao Lak durch den Tsunami, der infolge eines schweren Seebebens vor der Küste Indonesien am 26. Dezember 2004 schwerste Verwüstungen in der Urlaubsregion anrichtete. Mehrere hundert Touristen und Einheimische kamen ums Leben. Die Schäden wurden jedoch bis zum Beginn der Touristensaison im Herbst 2006 beseitigt.

Als wir im Juni 2016 unseren Urlaub hier verbrachten, hatten wir nicht den Eindruck, dass gut zehn Jahre zuvor ein Tsunami alles verwüstete. Erst bei Ausflügen außerhalb des Ortes sehen wir an der Vegetation, dass die ursprünglichen Wälder durch Neuanpflanzungen ersetzt waren. In Bang Niang erinnert zudem das Tsunami Memorial Museum an die Heftigkeit des Tsunamis.

Der Film “The Impossible” mit Ewan McGregor und Naomi Watts des spanischen Regisseurs Juan Antonio Bayona ist ein melodramatischer Film aus dem Jahr 2012, der die wahre Geschichte einer spanischen Familie, die sich beim Tsunami von 2004 ereignete, zeigt. Diesen Film sah ich erst, als wir wieder aus Thailand zurückgekehrt waren. Er ging sehr unter die Haut. Öfters musste ich Tränen verdrücken, insbesondere wenn es um das Überleben der Kinder ging. Wer Kinder hat und sich den Film ansehen möchte, sollte schon mal eine große Box Tempos bereitstellen.

Tolle Brandung am Nang Thong Beach in Khao Lak
Tolle Brandung am Nang Thong Beach in Khao Lak

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