Wohne ich noch oder lebe ich schon? – Meine Wohnung in Tokio

Eher beides, denn meine Wohnung in Tokio ist mehr als groß. Für eine Person sind ungefähr 60 Quadratmeter ausreichend genug. Vor allem, wenn man bedenkt, das der Stadtteil Aoyama einer der teuersten in Tokio ist, was sich mit Sicherheit auch in der Miete widerspiegelt.

Mein Schlafzimmer
Mein Schlafzimmer

Die Wohnung ist komplett im westlichen Stil eingerichtet und mit allem ausgestattet, was man für einen längeren Aufenthalt benötigt. Es gibt ein großes Wohn-Esszimmer, eine Küche, Flur mit Ankleide und ein Schlafzimmer. Das Bad ist auch hier mit einem Hightech-WC und einer ebensolchen Badewanne ausgestattet, die sich per Knopfdruck automatisch füllt und abschaltet. Wagte es bisher noch nicht, die Automatik wirklich auszuprobieren. Habe nicht wirklich Lust, die eventuelle Überschwemmung weg zu machen.

Das Wohn- und Esszimmer.
Das Wohn- und Esszimmer.

Dazu wird zweimal pro Woche geputzt und die dreckigen Hemden gibt man an der Rezeption für die Reinigung ab. Am nächsten Geschäftstag hängen diese frisch gewaschen und gebügelt in der Wohnung. Also alles in allem ein richtiges Rundum-sorglos-Paket.

Auch die nächste Metrostation Gaien-mae (Ginza Line) ist zu Fuß gerade mal fünf Minuten entfernt. In unmittelbarer Umgebung gibt es diverse kleinere Supermärkte und 7eleven-Stores, die rund um die Uhr geöffnet sind. Die sind vor allem deshalb mein Freund, weil man hier auf jeden Fall mit der Kreditkarte einer deutschen Bank Bargeld abheben kann. Allerdings sind die Preise hier etwas teurer als in anderen Stadtteilen. Dafür ist die Dichte der Sportwagen und Supersportwagen (Ferrari, Bentley, McLaren und Marken, die ich noch nie gesehen habe) hier auch besonders hoch.

Etwa zehn Minuten zu Fuß um die Ecke die Aoyama Dori (Hauptstraße) in Richtung Shibuya runter gibt es auf der linken Seite eine Bäckerei/Konditorei „Andersen“. Die haben sogar richtig gutes Brot, so wie ich es aus Deutschland gewohnt bin. Falls man mal keine Lust auf Reis, Suppe, Sashimi, Sushi, Teriyaki, Teppanyaki usw. etc. hat. Hhhhmmm lecker. Das läuft mir doch glatt schon wieder das Wasser im Munde zusammen.

Okay, ich gebe zu. Am ersten Abend habe ich mir dort tatsächlich Brot gekauft. Aber das wird, glaube ich (Stand: Mitte der zweiten von acht Wochen), so schnell nicht wieder vorkommen.