Zojoji Tempel und World Trade Center

Zojoji Tempel

Aber das war ja noch nicht das Ende des Tages. Ich lief einfach weiter. Immer weiter, bis ich am Tokyo Tower im Stadtbezirk Minato herauskam. Über den Tokyo Tower hatte ich bereits im Artikel über Roppongi berichtet. Auf der anderen Straßenseite befindet sich direkt der Zojoji Tempel. Nur einen Steinwurf weit entfernt. Deshalb bieten beide Sehenswürdigkeiten auch ein perfektes Paar für tolle Fotos, vor allem bei dem sonnigen, inzwischen aber relativ kalten Herbstwetter.

Im Zojoji Tempel
Im Zojoji Tempel

Es wird erzählt, ein Schüler von Kukai, dem Gründer des japanischen Shingon-Buddhismus, gründete im heutigen Kōjimachi im Stadtbezirk Chiyoda den Tempel Kōmyō-ji. Von diesem wird behauptet, er wäre der Vorläufer des Zojo-ji. Sicher ist, dass der Zojo-ji während der Edo-Periode dem Hause Tokugawa als Familientempel diente.

Ein Großteil wurde während des zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe zerstört, aber größtenteils wieder aufgebaut. Die Urnen der Tokugawa befinden sich heute hinter der Haupthalle, da nach dem Krieg das nördliche Gelände mit den zerstörten Grabanlagen verkauft wurde. Den Tempel verließ ich in östlicher Richtung durch das Haupttor Sangedatsumon.

World Trade Center

Nach etwa 600 Metern befindet sich auf der rechten Straßenseite ein etwas unansehnliches, in die Jahre gekommenes Hochhaus, das World Trade Center Tokio. Es wurde 1970 fertiggestellt und war damals Tokios erster Wolkenkratzer mit 163 Metern Höhe. 2014 wurde es von der Nippon Life Insurance Company gekauft, die es gern abreißen und mit einem neuen modernen Bürohochhaus bebauen würde.

Jetzt noch unten vor dem World Trade Center
Jetzt noch unten vor dem World Trade Center

Aber warum erzähle ich das alles? Weil es im 40. Stock in ca. 150 Metern Höhe eine Aussichtsmöglichkeit auf Tokio gibt, die regulär 620 Yen (= 5,25 Euro) Eintritt kostet. Ermäßigten Eintritt erhält man mit dem Gutschein unter dieser Adresse (500 Yen = 4,24 Euro). Der Ausblick ist wirklich genial. In alle Richtungen kann man über Tokio schauen. Mit ein wenig Glück traut sich auch der schüchterne Fuji-san hervor. Ich hatte diese Glück am Nachmittag leider nicht mehr. Er hatte sich in den Wolken versteckt. Dafür war der Blick in alle anderen Richtungen traumhaft.

Und jetzt von oben die Aussicht auf Tokio genießen
Und jetzt von oben die Aussicht auf Tokio genießen